Frühere Pfarrhäuser
Ein erstes Pfarrhaus wird 1525 erwähnt; es brannte im August 1574 ab. Etwa sechzig Jahre lang wohnten die Pfarrer danach im Schloss der Herren von Diegem; 1603 standen vom alten Pfarrhaus nur noch die Fundamente. Zwischen 1626 und 1636 wurde gegenüber der Kirche ein neues Pfarrhaus erworben. Es wurde 1744 mit einem Beitrag der Abtei Kornelimünster (1.200 der 1.800 Gulden) vergrößert. Im Juli 1794 plünderten französische Revolutionäre das Pfarrarchiv.
Das Pfarrhaus von 1847
Das heutige Pfarrhaus wurde 1847 unter Pfarrer Joannes Josephus Veulemans nach Plänen des Architekten Louis Spaak aus Boomer Ziegeln gebaut. Der Voranschlag lag bei 9.604 Franken; die Kosten stiegen am Ende auf etwa 18.000 Franken, die der Kirchenrat ganz ohne Zuschuss bezahlte. Ein Chronogramm über der Tür erinnert an Pfarrer Veulemans.
Im Pfarrhaus befanden sich unter anderem ein Eichenmedaillon (1726), eine Terrakottastatue des heiligen Josef aus Andenne und die alte Truhe der Heilig-Geist-Tafel mit vier Schlössern (Stand 1980).