Neben der Kirche gab es in Diegem mehrere kleine Kapellen. 1900 zählte Pfarrer Meeus sechs auf: Unsere Liebe Frau von Lourdes, Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz, Sankt Rochus, Sankt Cornelius und noch zwei Marienkapellen, von denen das ‚Koben Ommes kapelleke‘ von Fieberkranken viel besucht wurde. Das Kloster der Schwestern hatte außerdem eine eigene Kapelle.
Die Rochuskapelle
Als um die Mitte des 19. Jahrhunderts wieder ansteckende Krankheiten auftraten, besorgte Pfarrer Veulemans der Kirche eine Reliquie des heiligen Rochus, des Schutzpatrons gegen die Pest. Am 20. September 1849 wurde seine Figur in einer Prozession zu einer neuen Kapelle in der Molenstraat getragen, die die Witwe Joanna Poot-Van Pevenage gebaut hatte. 1851 schenkte sie die Kapelle mit einem Meter Grund ringsum der Kirche. Die Kapelle wurde 1976 abgerissen.
Lourdes und Prag
1912 entstand in der Broekstraat 52 eine Kapelle für das Prager Jesuskind. Die Kapelle Unserer Lieben Frau von Lourdes war aus Bruchstein aus den Sandgruben gebaut; sie verschwand in den 1930er-Jahren bei der Überwölbung der Woluwe, wurde aber 1931 auf der anderen Seite der Haachtsesteenweg an der Schwesternschule in neuer Form wieder aufgebaut.